Mit Beiträgen von:
Taya Afanasyeva, Ali Altin und Jochen Goerlach, Christian Bauer, Dominik Becker, Michael Beron, Fritz Bornstück und Caroline Schmidt, Jorge Castellanos, Mitya Churikov, José Antonio Elguezabal, Esther Dorit Fritzsche, Rüdriger Grau, Janes Haid-Schmallenberg, Johanna Lou Hoyer, Gabriela Jolowicz, Sebastian Lis, Martin Miotk, Meter Paffay, Steven Paulinger, José Luis Sánchez Rull, Stanley Schmidt, Anja Seidel, Maximilian Thiel, Maia Traine, Nina Windisch, Melanie Würz.
Mitya Churikov - Fotografie und Installation
Jorge Castellanos

wohnt am Strand in Mexico und ist ein Toller hecht. Surfen, baden und Mädchen. Nebenbei spielt er gerne go und hat ein Faible für Treppenhäuser. Mona Lisa mal anders. Die schöne Frau mal ganz verrückt im stile des Turbokubismus von Rory Castellanos
Turbokubismus.com
mityachurikov.com
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Jorge Castellanos - Turbokubismus
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe lesende Menschen, liebe belesene Menschen,
wir sind hocherfreut, die Jubiläumsausgabe 0 (aus dem Jahre ~ ) der Zeitschrift Nichts als Schönheit präsentieren zu dürfen. Ein runder Geburtstag, nicht nur für diese Zeitschrift, sondern ebenfalls für die Mona Lisa, der wir zu ihrem 511. Jahrestag herzlich gratulieren wollen: Mögen die nächsten 511 Jahre deine schönsten sein!
Wir sind sehr stolz und freuen uns, eine vielfältige Auswahl an Beiträgen in diesem Heft zu versammeln. Die Teilnehmenden wurden eingeladen, einen Beitrag nach folgendem alphabetischen Verzeichnis zu verfassen:
a. ein Gedicht schreiben, b. einen zweckdienlichen Hinweis geben, c. einen Sach- und Fachtext verfassen, d. ein Interview führen mit, e. einen Bildbeitrag leisten, f. eine Komposition verfertigen, g. einen Reisebericht erstatten, h. eine Beschwerde einreichen, i. einem Gedanken schmeicheln, j. das Alphabet besprechen, k. einen Gottesbeweis liefern, l. oder, m. mehrere Gottesbeweise liefern, auch international möglich, n. und / oder, o. ein Horoskop oder eine Stellenanzeige verfassen, p. eine Werbung...
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So alt die Frage nach Sinn und Wesen der Kunst, so vielfältig die Antworten, welche darauf gegeben. Dieser Aufsatz nimmt das „Nichts“ im Titel des vorliegenden Bandes/Zeitschrift ernst und versucht sich an der Herausarbeitung einer negativen Ästhetik in klassischen philosophischen Positionen. Dass diese nur eine Auswahl darstellen können, ist selbsterklärend; inwieweit darin die These einer negativen Ästhetik möglich ist, bedarf indes der Diskussion.

I.
“Wenn es etwas gibt, wofür zu leben lohnt, dann ist es die Betrachtung des Schönen” . So sprach Platon, seines Zeichens Vertreter des strengeren Stils, war seine Lehre vom Schönen doch untrennbar an seine philosophische Ideenlehre geknüpft: Auch Sokrates “fragt (..) ja nicht, was schön ist, sondern was das Schöne ist” . Danach sind die schönen Mädchen, Stuten und Kannen in der Welt, welche im Lauf des Dialogs als Beispiele angeführt werden, nur dadurch schön, indem sie an der Idee der Schönheit, die unabhängig von den sinnlich wahrnehmbaren Dingen existiert, teilhaben.
Für die entscheidende Frage, wodurch sich diese Idee der Schönheit auszeichnet, bieten bereits die platonischen Dialoge keine befriedigende Antwort. Im Hippias werden als mögliche Definitionen nacheinander das Schickliche, das Brauchbare (bzw. Nützliche) sowie das Vergnügen für Auge und Ohr eingeführt und verworfen – eine Unbestimmtheit und Unbestimmbarkeit, die 2000 Jahre später von Adorno ...
When we react from fear, when we change our laws and policies to make our country less open, the terrorists succeed, even if their attacks fail.
Brathühnchen Do 30. Jun 2011, 16:41,
www.copzone.de (deutschsprachige Internetplattform für Polizisten)


Am 31. Mai 2013 ging ich die Treppen aus der kostspieligen Bahnhofstoilette am Gleis 9 des Frankfurter Hauptbahnhofes hinauf und wunderte mich über das Toilettensystem, was mir, wie so einige andere Systeme auch, unsinnig erschien.
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José Elguezabal - Komposition
rote-rose.de
Auch der lebendige Leib ist ein begehbares Buch. Mit verschiedensten Techniken machen wir ihn auf kurze Frist begehbar, durchstoßen seine undurchsichtige Oberfläche. Kennen Sie das heftige Elektronengewitter, diese Neue Musik in der Röhre des MRT oder des CT?
Dies Buch verzweigt sich kapillarenartig in Bildern, Tönen, aufgenommenen Schwingungen aller Art. Eine Sammlung innerer Erfahrungen, eine Bestandsaufnahme, die das Wachstum wie den Niedergang in sich speichert.
Der Leichnam verhält sich anders, d.h. wesentlich weniger. Er verhält sich nicht mehr zu sich. Der Tod, die größte Autoimmunreaktion des Lebens, verbietet immanentes, begünstigt transzendentes Verhalten. Über den Todespforten steht: „Die sich selbst eröffnende Ausstellung ist geschlossen.“ Der Fürsprecher des einstigen Handelns kann – medusalisiert – nichts mehr aus sich machen. Er hat nicht mehr genügend Kraft, die Auferstehung zu denken.
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Die sonntagnachmittägliche Dämmerung hatte erneut vollkommenen Besitz über meinen Körper er- griffen, den nichts hinaustreiben würde, geschweige denn überhaupt treiben oder antreiben, und noch weniger würde dieser träge Körper aus der Wohnung getrieben werden können, um, im besten Fall, unmittelbar in die letzten Augenblicke der Helle und der Angesichter geschleudert zu werden. Die Sonntagnachmittage sind ein Urgespenst der Zivilisation, den Imperativ ihrer Zeitordnung auf- erlegend, dachte ich jedes Mal auf ein Neues, und nicht etwa die Tatsache der Konsumeinschrän-kung, sondern vielmehr der sich entäußernde Zwang zum Privaten ist mir von jeher unerträglich ge- wesen. Der Sonntag fordert umbarmherzig die Befolgung seiner Ordnung, eine Ordnung, die sich auf nichts als Leere stützt, auf eine Leere, die gerade dadurch entsteht, dass sie die intensivste Zei- terfahrung verspricht, dazu braucht man ...
Heilig Abend 2013
Wir haben uns heute auf den Weg gemacht, um die Geheimnisse der alten Mayastadt Tikal, im Herzen des Guatemaltekischen Urwaldes zu erkunden. An der Grenze von Mexiko zu Guatemala warteten wir nicht lange, bis uns ein Lastwagen mitnahm. Wir hatten nicht erwartet, dass auch an diesen abgelegenen Ort Coca Cola geliefert wird.
Wir waren also on the road und nach sechs Stunden Fahrt ließ uns der freundliche Truckfahrer im Naturreservat der Laguna del Tigre raus. Die Sonne knallte heftig auf uns nieder wie ein Tiger. Er fuhr weiter nach Norden, unser Ziel lag aber von hier ab in östlicher Richtung tief in den Dschungel hinein, dorthin wo seit hunderten von Jahren keine Menschenseele mehr vor¬gedrungen war. Auf dem Weg, auf dem schon so viele Expeditionen scheiterten und so viele tapfere...
Es waren zwei Träume, und beide Träume schliefen.
Der Teufel wohnte in unserem Dorf. Ich ging zu ihm und bat, er möge machen, dass sie mich liebte.
Er ließ mich zu seinem Vergnügen zittern und versi¬cherte mir schließlich doch seine Hilfsereitschaft mittels seiner Fähigkeiten, wenn ich ihm im Gegenzug meine Seele in Form meiner beiden Augäpfel am Tage des Ge¬lingens darbrächte.
Ich schlug ein und der Teufel schnitt mir mit einer edlen Klinge das Herz aus der Brust und machte sich auf den Weg zu ihr.
Ich folgte ihm auf den Fersen.
Der Teufel hatte sich mir verbürgt!...
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Ali Altin und Jochen Goerlach - Aktfotografie
Jose Luis Sanchez Rull - Zeichnung
jlsr.com
Fritz Bornstück - Malerei
Motobol.de
Gabriela Jolowicz - Holzschnitt
hey-gabi.de
Liebe Maia, liebe Lou,habt ihr schon einmal vom Paris-Syndrom gehört? Weitgefächerte Symptome, von Schwindel oder erhöhtem Schwitzen bis hin zu akuten psychotischen Wahn- oder Angstzuständen. Immer wieder leiden vor allem japanische Touristen, und darunter vor allem junge Frauen, Kunststudentinnen zum Beispiel, in der Stadt der Liebe an etwas, das als krasse Enttäuschung begriffen werden muss. Statt dem Montparnasse der goldenen Zwanziger ein Gürtel von Banlieus; Penner und vereiste Blicke statt Bohème und Savoir vivre. Die Realität scheint sich so wenig mit dem zu decken, was Filme und Illustrierte ihnen eingeprägt haben, dass sie einen Schock erzeugt, für den die japanische Botschaft eine eigene 24h-Hotline unterhält...
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CS ist nach Südamerika geflogen. Web Check-in, Scanner (es wurde ein schneidendes Element gefunden und einbehalten), Wartehalle (nur Sitzbänke und Toiletten): Kein Duty Free in Plettenberg. Die Aufnahme in das Element Luft geschah gemeinsam mit einer kosmopolitischen Masse, die Gruppierungen wurden dabei nach Smartphone-Modellen unterschieden. Der Flug verlief ohne große Turbulenzen. Die Stewardessen und das Fahrpersonal waren so nachsichtig, ihn nicht mit unangenehmen Fragen zu belästigen. Nach so langer Zeit wären sie unproduktiv gewesen und hätten von schlechtem Geschmack gezeugt. Aus der Luft vernimmt man Erde und Meer als unbedeutend. Das verdarb ihm den Appetit. Er aß nur gesalzene Erdnüsse. Als er ankam, hatte er Durst. Passkontrolle, Scanner
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Sebastian Lis -
Illustration, Skulptur und Text
Zuckerbusch.com
Zwiegesang

warten wir, umgarnen wir.
das leben schreibt bald eigene streiche. nicht vergleich, ein untergang, so folgen wir dem gleisbett. erstes mal, gleich letztes mal. geschieht nur so im märchen. Heiterkeit nur allein, verfolget dieses fädchen. Schönheit bleibt wie hässlichkeit ein unerlöster spitzel. keiner weiß und jeder schreit, ich weiß, ich
weiß es besser, der untergang der heiterkeit gleitet auf dem schneid des messers. hoffnung war auch oft schon
da, nur niemals bei gewitter. lange hält des führers thron, der ton wird immer spitzer. der tonfall, er wird bitter.
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akt-now.de
u.v.a